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Hört auf, die Welt zu terrorisieren!

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Der "Krieg gegen den Terror"
als Deckmantel für den Terrorismus der USA
Von Paul J. Balles
REDRESS INFORMATION & ANALYSIS, 20.01.10
( http://www.redress.cc/americas/pjballes20100120 und http://www.informationclearinghouse.info/article24457.htm )

Paul J. Balles betrachtet den von den USA geführten "Krieg gegen den Terror" als Deckmantel für ihren staatlich geförderten Terrorismus gegen alle, die Washingtons Streben nach Weltherrschaft entgegen treten oder die Politik der USA und Israels in Frage stellen.

"Widerspruch gilt nicht länger als Pflicht des engagierter Bürgers, sondern wird zum terroristischen Akt." (Chris Hedges)

Es ist paradox. Es ist Heuchelei. Es ist Betrug. Der "Krieg gegen den Terrorismus", den Amerika erfunden hat, ist der propagandistische Deckmantel für die schlimmsten Terroristen der Welt.

Sind der Überfall auf den Irak und die Besetzung dieses Landes etwas anderes als Terrorakte? Jeder weiß jetzt, dass dieser falsche Krieg aus einem Betrug geboren wurde. Für diese Täuschung gab es keinen legitimen Grund; es ging nur darum, ein Land zu terrorisieren, das (a) Öl produziert, (b) angeblich Al-Qaida beherbergt hat und (c) Israel bedroht haben soll.

Sogar der Überfall auf Afghanistan, der als eine legitime Antwort auf die Anschläge am 11. September 2001 ausgegeben wurde, hätte vermieden werden können. Die Taliban hatten angeboten, Osama bin Laden auszuliefern, wenn die USA Beweise für seine Mitschuld an den Anschlägen vorgelegt hätten.

Stattdessen haben wir Afghanistan unter dem Beifall terroristischer Racheengel angegriffen. "Wir werden euch zeigen, was wir mit allen machen, die Amerika terrorisieren!" war das Mantra. Bis heute terrorisieren die USA die Menschen in Afghanistan und haben damit nur noch mehr Al-Qaida-Zellen geschaffen.

Angst und Schrecken verbreitend, terrorisieren die USA die Länder Libyen, Somalia, den Sudan und den Jemen. Amerika terrorisiert aber nicht nur mit Bomben. Jeder andere Staat, der unsere Befehle missachten könnte, wird bedroht und muss um seine Existenz fürchten.

Menschenleben außerhalb der USA und ihrer Satellitenstaaten sind den terroristischen Amerikanern keinen Pfifferling wert. Ungefähr 567.000 irakische Kinder unter fünf Jahren sind durch die Sanktionen gestorben, die wir über den Irak verhängt haben. Und der Kommentar, den Außenministerin Madeleine Albright 1996 in der TV-Sendung "60 Minuten" dazu abgab, lautete: "Wir denken, dass dieser Preis gerechtfertigt war."

Seit Beginn des Überfalls auf den Irak im Jahr 2003 und während der Besetzung sind bis Januar 2010 von unserer terroristischen Schlächtern 1.366.350 Iraker umgebracht worden. Was sagen Sie dazu? "Darüber brauchen wir uns nicht aufzuregen. Das war uns die Sache wert. Außerdem sind das ja nur Muslime, die sich wie die Karnickel vermehren und die Welt beherrschen wollen."

Auch die in Guantánamo, Abu Ghraib und Bagram oder durch die illegalen Verschleppungen verübten Verbrechen waren nichts anderes als Terrorakte, die Angst und Schrecken in den Herzen und Hirnen aller Araber und Muslime hervorriefen und sie gegen Amerika aufgebracht haben.

Weil Terrorverdächtige als minderwertige Menschen angesehen werden, vergisst man darüber auch ihre nationale Zugehörigkeit. Sogar Amerikaner können zum Ziel amerikanischer Terroristen werden. Amerikanische Araber und Muslime werden seit den Anschlägen am 11.09. von terroristischen Amerikanern angegriffen.

Chris Hedges hat berichet, dass "Syed Fahad Hashmi, ein Amerikaner arabischer Herkunft, sich provozierend geäußert und unter anderem Amerika den größten Terrorstaat der Welt genannt" habe. Das genügte, um ihn zu verhaften und mit aufgebauschten Vorwänden ein Strafverfahren gegen ihn zu eröffnen; auf ähnliche Art verlor auch Professor Sami-Al-Aryan seinen Job und seine Freiheit, weil er offen die Politik der USA und Israels kritisiert hatte.

Hedges zeigt die Konsequenzen auf, die aus der terrorisierenden Wirkung der Strafverfolgung dieser US-Bürger erwachsen: "Der Staat kann Menschen nicht nur für Dinge einsperren und anklagen, die sie getan oder auch nur geplant haben, er verfolgt sie auch wegen ihrer religiösen oder politischen Überzeugungen, wenn er sie für aufrührerisch hält. Auffällige Muslime waren die ersten, auf die man es abgesehen hat, es werden aber nicht die letzten sein."

Chris Floyd weist auf Ereignisse in unzähligen Städten und Dörfern im Irak, in Afghanistan, in Somalia und im Jemen hin, in denen die Amerikaner mit ihrem "Krieg gegen den Terror" immer mehr leidende und wütende Menschen gegen die Besatzer und terroristischen Killer aus den USA aufbringen.

"Ihr wollt die 'Radikalisierung' junger Muslime stoppen?" fragt Chris Hedges. "Das ist ganz einfach: Hört auf, in euren Kriegen um die Weltherrschaft unschuldige Muslime umzubringen! Hört auf, in allen Ländern der Welt 'verdeckte Operationen' durchzuführen – was Richard Holbrooke, der Sondergesandte Obamas letzte Woche zugegeben hat! Stoppt die Morde, die Verschleppungen, die Bestechung und den Betrug, mit dehnen ihr "die Werte der Zivilisation" verhöhnt, zu deren Verteidigung ihr den "Krieg gegen den Terror" angeblich führt!"

Wenn die USA den Terrorismus stoppen wollen, müssen sie aufhören, die Welt zu terrorisieren.

Paul J. Balles ist ein emeritierter US-Professor und freiberuflicher Publizist, der viele Jahre im Mittleren Osten gelebt hat. Mehr Informationen über ihn hier.

Quelle und Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Quelle: principiis-obsta.blogspot.com

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Beitrag von LiMe1984

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